Kino

Stadt neu denken: 100 Jahre Bauhaus

  • Ein Abend in Kooperation mit der VHS/studium generale zum Thema „Stadt im Fluss“.
  • Vortrag von Roger Mandl - Film vom Bauen der Zukunft

Seit Menschen sich niederlassen, ob temporär oder dauerhaft, geht es auch immer um Fragen der Zweckmäßigkeit, der Ordnung, der Struktur, der Symbolik, der Macht und vor allem auch des Wohlgefühls. Globalisierung und Urbanisierung prägen unsere Zeit. Wir erleben Städte im Umbruch. Mit der Stadt verband sich von jeher der Wunsch und die Hoffnung auf mehr Chancen, mehr Geld und ein besseres Leben. Bis heute konzentriert sich die Bevölkerung auf produktive Aktivität und Wohlstand sowie wissenschaftliche, kulturelle und soziale Innovation. Aber erfüllen Städte für alle die Hoffnung auf ein buntes, lebendiges und zufriedenes Leben im Wohlstand? Auch wenn viele dieser Probleme unser idyllisches Landsberg noch nicht erreicht haben – soziale, wirtschaftliche, kulturelle und gestalterische Herausforderungen gibt es auch hier. Vor 100 Jahren hat sich das BAUHAUS in Dessau weitreichend über Fantasie und Utopie auf der Suche nach dem großen Zusammenhang zwischen Architektur, Gestaltung und Gesellschaft beschäftigt. Darüber berichtet im ersten Teil des Abends der Architekt und Dozent ROGER MANDL,  der mit seinen Studenten intensiv untersucht hat, den Wert der Bauhaus-Ideen auch in der Jetztzeit zu nutzen.

Nach einer kurzen Pause folgt der großartige Dokumentarfilm VOM BAUEN DER ZUKUNFT – 100 JAHRE BAUHAUS über die Geschichte und Gegenwart dieses Ideenprojekts. „Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau.“ Mit diesen Worten beginnt Walter Gropius sein Bauhaus-Manifest von 1919. Damit war die legendäre Kunstschule geboren, die Kunst und Handwerk zusammendenkt, den Menschen und die Gemeinschaft ins Zentrum rückt und das radikale, das utopische Denken fördert. Die Filmregisseure Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch zeichnen einerseits die Geschichte der Schule nach: von den Anfängen in Weimar, der Idee des Zusammenlebens und der Gemeinschaft die Gropius, Kandinsky oder Paul Klee formulierten, über den Umzug nach Dessau, die Vertreibung von dort nach Berlin durch die NSDAP und schließlich die Auflösung 1933 infolge der Nazidiktatur. Es ist ein Film über Fantasie und Utopie auf der Suche nach dem Großen Zusammenhang zwischen Architektur, Gestaltung und Gesellschaft.

Deutschland 2018/19, L:95 Min.