Theater

Atmen

  • von Duncan Macmillan
  • Metropoltheater München
  • Domagoj Maslov Regie
  • Agnes Decker und Benedikt Zimmermann Schauspiel

CO2-Ausstoß, Klimawandel, Umweltkatastrophen, Überbevölkerung, Welthunger! In der IKEA-Schlange wartend trifft es ein modernes, umweltbewusst-reflektiertesGroßstadt-Paar um die 30 plötzlich aus heiterem Himmel: Sollte man angesichts dieser globalen Großprobleme ein Kind in die Welt setzen oder lieber nicht? Ein Kind, das
einen größeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt, als sieben Jahre lang täglich nach New York und zurück zu fliegen, andererseits ja aber irgendwann einmal auch zum Retter genau dieser Welt werden könnte?
Der Konflikt reißt beide Figuren schnell in einen anhaltenden Strudel aus Distanz und Nähe – es beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, die ihren Lebensentwurf auf den Kopf stellt und von missglückten Empfängnis-versuchen über Fehlgeburt und Trennung bis zur Versöhnung und weiter führt.
In rasantem Tempo gleitet „Atmen“ wie ein filmisches Close-Up voller Humor und warmherziger Ironie durch ein ganzes Menschendasein, überspringt zwischen zwei Repliken immer wieder mehrere Tage, Wochen, Jahre und reiht in schnellen, cineastischen Schnitten alle wichtigen Stationen des Lebens vom Verliebtsein bis zum Tod naht- und übergangslos aneinander.
Ein atemloser Dialog über Liebesbeziehungen, den Zustand der Welt und die Suche nach unserem Platz in beidem. Agnes Decker und Benedikt Zimmermann sind hierfür das perfekte Bühnenpaar, wieder in der Regie von Domagoj Maslov (wie bei Schwester von).