“Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.” Mit diesen Worten verlässt Pierre Anthon eines Tages die Schule und setzt sich auf einen Pflaumenbaum. Von dort hat er die Schule gut im Blick – und er erklärt seinen Klassenkameraden, dass nichts, was sie tagtäglich tun, irgendeine Bedeutung hat.
Um ihm das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse nun, in einem alten Sägewerk alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Jeder muss etwas abgeben – je größer das Opfer, desto größer die Bedeutung. Was zunächst ganz harmlos mit ein paar alten Fotos beginnt, eskaliert zunehmend: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen, Anna-Li von ihrer Adoptionsurkunde, auch der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem “Berg aus Bedeutung”. Als Sofie ihre Unschuld und der Gitarre spielende Jan-Johan seinen Zeigefinger opfern müssen, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre Anthon bleibt unbeeindruckt. Als schließlich die Medien davon erfahren, entbrennt eine große öffentliche Diskussion darüber, ob der „Berg aus Bedeutung“ ein Kunstwerk sei oder nicht. Ein renommiertes Museum beschließt daher, den Berg für viel Geld zu kaufen. Das Thema ist in aller Munde, nur Pierre Anthon bleibt weiterhin unbeeindruckt – und die Klasse rächt sich auf brutale Weise.
Die dänische Autorin Janne Teller hat eine erschütternde Parabel geschrieben über die Suche nach dem Sinn des Lebens, über Werte, Macht und Gewalt in unserer Gesellschaft. Der Roman, zunächst als Skandalbuch verboten, ist in Dänemark mittlerweile Schullektüre und entwickelt sich weltweit zu einem Bestseller.
Das KJT des Landestheaters Tübingen war schon mehrfach erfolgreich in Landsberg (zuletzt mit „Kein Tag ohne Hahn“). Michael Miensopust, Leiter des KJT, überzeugte die Landsberger als Regisseur bereits mit „Ensel und Krete“ 2010.