Musik

Magnus Öström

  • „Searching For Jupiter“

Das Esbjörn Svensson Trio (e.s.t.) aus Schweden galt bis zum tragischen Tod des Bandleaders im Jahre 2008 als der am hellsten leuchtende Stern am Jazzhimmel. Die Band entwickelte einen bis dato nicht erreichten Triosound, der gerade mit seinen Anleihen bei Pop- und Rockmusik dem Jazz viele neue Hörer erschloss.

Die beiden verbliebenen Mitglieder von e.s.t., Dan Berglund und Schlagzeuger Magnus Öström gingen danach eigene Wege. Beide machen aber durchaus im Geiste Svenssons weiter und wollen ihre Musik bewusst auch als Auseinandersetzung mit dem Tode des Freundes verstanden wissen, mit dem beide seit ihrer Jugendzeit Musik gemacht hatten.

Magnus Öström hat mit seinem zweiten Soloalbum „Searching For Jupiter“ nun eine Band zusammengestellt, die den Jazz weiter in Jazzrock oder Progressive Rock Gefilde treibt. Auf die Frage, wie man denn nun diesen Stil nennt, bekommt man von der Band schon mal die lapidare Antwort: „We think it’s called music“. Und in der Tat atmen die neuen Stücke eine beeindruckende Originalität. Zuweilen scheint die Spielweise der Musiker vollkommen unbelastet von Genregrenzen, die Arrangements magisch, das Zusammenspiel „wie vom anderen Stern“. Die mythologische Parallele mit Jupiter als Retter vor den Fängen der Furien und des Schicksals spiegelt sich in Öströms Musik. Die Auseinandersetzung mit dem Leben, den harten Schlägen, aber auch den schönen Seiten des Daseins, das ist das Wesen der Kunst und darin liegt eben auch der fundamentale Antrieb in der Musik Magnus Öströms.