Musik

Jahfandu & A Million Mercies

  • Wir feiern ein Fest der Kulturen im Foyer
  • Ass Diop, Wolfgang Petters und Familie und Freunden Musik

Jahfandu bedeutet frei übersetzt „trotz Schwierigkeiten weiter zu machen“. Diese pragmatische Lebenseinstellung bringt der senegalesische Songwriter und Sänger Ass Diop gemeinsam mit seinen Musikern zum Ausdruck. Einige verbindet eine Geschichte: Sie haben ihre Heimat verlassen und sind in Deutschland gelandet. Ein Thema, das uns derzeit alle beschäftigt. Man kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, die Einzelschicksale aus der Anonymität zu holen und zu zeigen welche persönlichen Charaktere, Träume und Fähigkeiten hinter all den Individuen stecken, die derzeit zu uns kommen. Die Kultur und insbesondere die Musik, kann ein Anfang sein, ein Mittel zur Verständigung über Grenzen hinaus.
Jahfandu spielen im Wesentlichen African Reggae, singen in Englisch, Französisch, Deutsch und Wolof, der Heimatsprache von Ass Diop. Die Songs handeln vom Verlassen der Heimat, der Sehnsucht nach einem besseren Leben und der Hoffnung wieder zurückkehren zu können. Der Groove der Band ist unglaublich packend, lädt ein zum Tanzen. Der Chorgesang der beiden jungen Frauen (Tochter und Nichte von Ass) ist hinreißend hypnotisch.
Eröffnet wird das Konzert von einem „Exil“-Landsberger: Wolfgang Petters ist „A Million Mercies“. Petters gründete in den Neunziger Jahren das weltweit beachtete Indielabel „Hausmusik“ und veröffentlichte neben vielen eigenen Projekten auch das erste Album der US-Amerikaner „Calexico“. Petters hat Ass Diop in München bei einem gemeinsamen Fussball-Projekt für und mit Kindern mit ausländischen Wurzeln kennengelernt. Seitdem arbeiten sie oft zusammen und engagieren sich gemeinsam auch für unbegleitete Jugendliche.