Kino

Django – Ein Leben für die Musik

  • Ein Französischer Film über den legendären Gitarristen Django Reinhardt.
  • R: Étienne Comar – B: Alexis Salatko – K: Christophe Beaucarne – D: Reda Kateb, Cécile de France, Beáta Palya – Frankreich 2017, L: 115 Min.

Frankreich 1943, zur Zeit der deutschen Besatzung. Jeden Abend begeistert der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt mit seinem Gipsy-Swing die Pariser Zuhörer, eine Musik voller Lebenslust und Witz. Während viele andere Sinti aus rassischen Motiven verfolgt und in Konzentrationslagern um gebracht werden, wiegt sich Django aufgrund seiner Popularität in Paris in Sicherheit. Bis ihn Vertreter des NS-Propaganda-Apparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen. Django Reinhardt weigert sich. Eine Pariser Verehrerin hilft ihm, seiner schwangeren Frau und seiner Mutter in der Nähe der Schweizer Grenze in einem Dorf unterzutauchen. Hier trifft er auf weitere Mitglieder seiner Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Als er mit Frau und Mutter über den Genfer See zu kommen versucht, sind ihm die Nazis bereits dicht auf den Fersen. Der Film zeigt den berühmten Musiker als einen unkonventionellen Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existenzielle Entscheidung treffen. Dieser Historienfilm hat damit auch ganz und gar seinen Platz in unserer Gegenwart.