Theater

Der Mann ohne Vergangenheit

  • Schauspiel nach dem Film von Aki Kaurismäki
  • Landestheater Tübingen
  • Christoph Roos Regie

Ein Mann, schwer verletzt, ist unterwegs. Wohin, weiß er nicht mehr. Er wurde überfallen und zusammengeschlagen, hat dadurch alles verloren: sein Gedächtnis, seine Identität, sein bisheriges Leben. Er irrt umher, in einer ihm unbekannten Stadt. Der Mann ohne  Vergangenheit landet auf einem Schrottplatz und spürt, dass er angekommen ist. Er zieht in einen Container ein, stellt eine herrenlose Jukebox auf und pflanzt Kartoffeln auf einem Flecken Land. Das ist sein Neuanfang für ein menschenwürdiges Leben in einer Welt, in der ein Unternehmer eine Bank überfällt, um seinen Arbeitern den letzten Lohn bezahlen zu können. Bei der Heilsarmee lernt der Mann eine Frau kennen und lieben –  er entdeckt seine Qualitäten als Musikmanager. Die Band der Heilsarmee führt der glückliche Verlierer zu ungeahnten Erfolgen …

Aki Kaurismäki, 1957 im finnischen Orimattila geboren ist der vielleicht melancholischste unter den großen europäischen Filmregisseuren, und Drehbuchautoren. In „Der Mann ohne Vergangenheit“ erzählt er ein wundersam zärtliches Märchen über Freundschaft und Liebe, Egoismus, strukturelle Gewalt, Hoffnung und die Angst vor dem gesellschaftlichen Absturz. Auf dem Filmfestival in Cannes wurde „Der Mann ohne Vergangenheit“ 2002 mit dem „Großen Preis der Jury“ ausgezeichnet. Das LTT zeigt Kaurismäkis Film als Bühnenadaption in der deutschen Fassung von Maria Helena Nyberg.